Begleitung trauender Menschen und Familien

Über die Trauer neue Hoffnung finden

Trauer ist Teil eines jeden Lebens.
Sie ist eine natürliche Antwort auf Verlust und Abschied und erfasst
den ganzen Menschen, sowohl in seinem seelischen, körperlichen als auch
sozialen Befinden. Doch jeder Mensch ist einzigartig und somit auch
jedes Trauererleben.
Diese schmerzliche Zeit kann weder verdrängt noch abgekürzt werden.
Sie will durchlebt sein in all ihren unterschiedlichen Phasen.
Unsere schnelllebige Gesellschaft aber hat oft keine Zeit, keine Geduld,
kein Verständnis und keinen Raum für Trauer.
Daher hat es sich unser Hospizverein zur Aufgabe gemacht, Trauernden
einfühlsame Begleitung anzubieten. Wir sind für Sie da und suchen
gemeinsam mit den Betroffenen nach dem Licht am Ende des Tunnels.

 

Am Ufer des ewigen Lebens

Haben wir nicht das ganze Leben vor uns?
Das einzige, das zählt, das ganze ewige Leben.
Und der Greis, hat er nicht genausoviel Leben
vor sich. Wie das Kind in der Wiege? Wenn nicht
mehr! Denn für das Kind in der Wiege ist das
ewige Leben, das einzige, das letztlich zählt,
verdeckt durch dieses irdische Leben- das es
vor sich hat, zunächst. Das vor ihm liegt...
Es würde hindurch müssen..., es durchqueren,
bevor es ankommt, bevor es eingeht, damit
es eingehe ins ewige Leben, zum einzigen, das zählt.
Aber der Greis hat Glück.
Weise hat er hinter sich gelassen das arme
Leben, das ihm das ewige Leben verdeckte.
Jetzt ist er bereit. Er hat sich gelassen, was vorher war.
Er sieht klar. Er ist voll Leben,
Zwischen dem Leben und ihm liegt nichts mehr.
Er ist am Rande des Lichtes.
Er steht am Ufer selbst.
Er steht vor der Fülle.
Er steht am Ufer des ewigen Lebens.

Charles Peguy

 

Ich kann deine Ängste nicht tragen.
Von deinem uferlosen Schmerz
dich nicht befreien,
dir die Last des Geschehens nicht nehmen,
die Trauer und Traurigkeit aus deinem
Herzen nicht verbannen,
deine Tränen nicht verhindern,
von deiner Einsamkeit und Verzweiflung
dich nicht erlösen -
doch ich gehe gern an deiner Seite:
reiche dir meine Hand,
damit Angst und Schmerz
dich nicht überwältigen;
Trauer und Verzweiflung
dir den Lebensmut nicht rauben,
gebe dir meine Achtung
und mein Versprechen,
dass nichts zu schwer sein wird,
als dass du es vor mir nicht
zeigen und sagen dürftest.
Ich bin dein Wegbegleiter,
so du es magst.

Gedicht einer betroffenen Mutter

 

Jenseits aller Sphären

Jenseits aller Sphären,
wo fremde Himmel sich berühren,
da wirkt ein Gott
an ewigen Gesetzen,
schafft Welten und Geschöpfe.

Und ich darf Zeuge sein!

Klaus Köstner